Ratgeber Gesundheit
Grippe
Eine Grippe (Influenza) ist eine akute Infektion der Atemwege.
Hervorgerufen wird diese durch so genannte Influenza-Viren, hauptsächlich der Typen A und B, selten auch C.
Das Influenza-A-Virus, der häufigste Erreger, ist besonders wandelbar. Schon geringe Veränderungen im Erbgut
lassen ein neues Grippevirus entstehen. Das Immunsystem des Menschen ist nicht in der Lage auf ein so entstandenes
neues Grippevirus schnell genug zu reagieren. Es kann jedoch durch die jährliche Grippeimpfung gut vorbereitet werden.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO erarbeitet daher jedes Jahr einen neuen Grippe-Impfstoff für die kommende Grippe-Saison.
Grippeviren werden durch Niesen oder Husten durch die Luft gewirbelt und von anderen Personen durch die Atemwege aufgenommen
(so genannte Tröpfcheninfektion). Bei einer Infektion besiedeln die Viren die oberen Atemwege, vermehren sich dort rasend schnell
und schädigen die Schleimhäute. Die Beschwerden einer Grippe treten
- im Gegensatz zu einer Erkältung - meist plötzlich auf.
Die Inkubationszeit (also der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch
der Krankheit) liegt bei 1 bis 3 Tagen. In dieser Zeit kann der
Infizierte bereits andere Menschen anstecken. Eine Woche nach
Krankheitsbeginn endet die Infektionsgefahr für andere.
Besonders ältere Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit chronischen
Erkrankungen oder einer Immunschwächekrankheit sowie Kleinkinder bis zum
4. Lebensjahr sind besonders gefährdet.
Häufige Beschwerden
- hohes Fieber (Anstieg auf über 40°C, meist am 1. Krankheitstag)
- Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen
- Schnupfen
- starker, trockener Husten und Halsschmerzen
- Schüttelfrost
- Übelkeit/Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Kreislaufstörungen
Was Sie tun können
- Gesunde Ernährung (leichte, vollwertige Kost sowie viel Obst und Gemüse)
- Bettruhe einhalten und sich schonen
- Räume regelmäßig lüften und für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen
- viel trinken, da der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit verliert
- Beschwerden lassen sich auch durch rezeptfreie Medikamente lindern.
Allerdings sollten Sie dies vorab mit Ihrem Hausarzt abklären, ob eine Selbstmedikation für Sie in Frage kommt.
Wann Sie zum Arzt müssen
- wenn die Beschwerden nach mehreren Tagen nicht abklingen
- wenn die Beschwerden trotz Behandlung stärker werden oder andere Beschwerden, wie bspw.
Ohrenschmerzen, Atembeschwerden oder eitriger Auswurf hinzukommen
Was Ihr Arzt tun kann
- Der Arzt kann das Ausmaß der Beschwerden feststellen und Medikamente gegen die entsprechenden Symptome verordnen.
- ggf. Verschreibung eines Antibiotikums (wenn bakterielle Komplikationen hinzukommen).
- im Frühstadium einer Grippe oder als Vorbeugung kann Ihnen Ihr Arzt so genannte Neuraminidase-Hemmer verordnen.
Diese blockieren das Neuraminidase-Enzym, welches für die Vermehrung des Virus von Bedeutung ist.
Vorbeugung
- Stärkung des Immunsystems (Abwehrsteigerung z. B. mit Echinacea STADA® Classic Tropfen)
- gesunde, vitaminreiche Ernährung
- ausreichend bewegen
- Alkohol und Zigaretten meiden
- dem Körper ausreichend Ruhe und Entspannung gönnen; Stress vermeiden
- Zu erkrankten Personen Abstand halten.
- jährlich gegen Grippe impfen lassen
Wichtige Infos zur Grippe-Impfung
- die beste Zeit für eine Impfung ist im Herbst, da ab Oktober bereits die Grippe-Saison beginnt.
Wenn Sie diesen Termin verpasst haben, ist eine Impfung zu Beginn des neuen Jahres auf jeden Fall
immer noch sinnvoll.
- Lassen Sie sich jedes Jahr impfen, da sich die Virentypen stetig verändern.
- In der Regel ist die Impfung gut verträglich. Besteht bei Ihnen eine Hühnereiweißallergie ist Vorsicht geboten,
da der Impfstoff geringe Mengen an Hühnereiweiß enthalten kann.
- Zum Zeitpunkt der Impfung sollten Sie gesund sein, da sonst der Erfolg der Impfung herabgesetzt werden kann.
- Spätestens 2 Wochen nach der Impfung hat Ihr Körper Antikörper gebildet, die Sie im Allgemeinen vor einer Grippe schützen.
Allerdings bietet auch eine Impfung keinen 100%-igen Schutz. Menschen mit einem schwachen
Immunsystem
kann es trotzdem „erwischen“, dann verläuft die Erkrankung aber wesentlich glimpflicher.