Diabetes mellitus (Griechisch für „honigsüßer Durchfluss“ und im Volksmund „Zuckerkrankheit“ genannt)
ist eine chronische Stoffwechselstörung.
Glukose (Einfachzucker = Traubenzucker) gehört zu den Kohlenhydraten und ist der wichtigste Energielieferant für den Organismus. Glukose ist ein wichtiger Baustein der Nahrung und wird durch die Verdauung und Aufspaltung von Kohlenhydraten z.B. Stärke (in Getreide, Kartoffeln, Reis, Obst- und Fruchtsäfte), gewonnen. Weitere wichtige Kohlenhydratlieferanten sind Rohrzucker, Milchzucker und das im Fleisch enthaltene Glykogen. Über die Darmwand gelangt Glukose in den Blutkreislauf. Das Blut versorgt alle Zellen mit dem Energiespender Glukose.
Die Glukosekonzentration im Blut beträgt nüchtern normalerweise 60-110 mg/dl. Bei erhöhtem Energiebedarf (z.B. Sport, körperliche Arbeit) sorgt ein körpereigenes Steuersystem dafür, dass dieser Spiegel nicht zu stark absinkt. Bei einer stärkeren Zufuhr von Kohlenhydraten steigt der Glukosespiegel vorübergehend an. Die Senkung des Blutzuckerspiegels wird vor allem durch Insulin bewirkt. Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Bei einem gesunden Menschen wird nach dem Verzehr von kohlenhydrathaltigen Speisen dieses Hormon ausgeschüttet. Es bewirkt, dass die Zellen ihre Schleusen für Zucker öffnen.
Man unterscheidet verschiedene Typen Diabetes. Die wichtigsten sind Typ 1-Diabetes und Typ 2-Diabetes mellitus.
Ungefähr eine halbe Millionen Menschen haben diesen Diabetes-Typ. Ursache dieser Störung kann eine mangelnde Insulinsekretion aus der Bauchspeicheldrüse oder eine angeborene oder erworbene Unempfindlichkeit der Körperzellen gegen Insulin sein (Insulinresistenz). Beides führt dazu, dass das Insulin seine Transportaufnahme nicht richtig ausführen kann.
Symptome für Typ 1-Diabetes sind:
Hierbei handelt es sich um eine chronische Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Aufgrund einer Störung der Insulinsekretion aus der Bauchspeicheldrüse fehlt das Insulin nach der Mahlzeit. Gleichzeitig kann Insulin seine Transportaufgabe nicht richtig ausführen. Diese Störung beruht auch auf einer angeborene oder erworbene Unempfindlichkeit der Körperzellen gegen Insulin (Insulinresistenz).
Besteht bei eher schlanken Patienten vorwiegend ein Insulinmangel, wird diese Form Typ 2a-Diabetes genannt. Hier überwiegt die Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse bei der Insulinproduktion.
Sehr viel häufiger aber, bei ca. 6 Millionen Menschen in Deutschland, kommt der Typ 2b-Diabetes vor. Meist sind hiervon übergewichtige Menschen betroffen, bei denen das Insulin nicht richtig arbeiten kann - der Glukosetransport funktioniert nicht. Die Glukose bleibt als zu hoher Blutzuckerspiegel im Blut.
Langfristig wird Glukose über die Nieren ausgeschieden, was sich im Urin als Harnzucker bemerkbar macht.
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Diabetiker:
Adressen & Links
Deutscher Diabetiker Verband e. V. und Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V.